Unser Freund der ADAC

Eigentlich sollte man die Geschichte gar nicht erzählen aber es kann jeden treffen und vielleicht hilft sie dem ein oder anderen vorsichtiger zu sein als wir.

Aber von Anfang an: Da wir uns von vornherein vorgenommen haben nicht in “Uns UW” zu rauchen, gehen wir natürlich immer brav raus. Egal bei welchem Wetter. So auch am vergangenen Samstag als Uta mich in Vohenstrauß auf dem Stellplatz besuchte, da Sie am Montag ein Vorstellungsgespräch in der Gegend hatte. Wir also ganz gemütlich in einer Regen- / Schneepause an die frische Luft um uns eine Zigarette zu gönnen. Bis dahin alles super, nur rein ging es dann nicht mehr. Die Aufbautür war verriegelt !!! F**k und nun ?? Der Schlüssel liegt im Auto, das Führerhaus ist auch abgeschlossen und wie zum Geier konnte das überhaupt passieren……. die einzige Möglichkeit ist das einer von uns beim Rausgehen aus Versehen gegen die Verriegelung gekommen ist.

Wir haben uns dann erstmal 5 Minuten richtig geärgert und den lieben Gott alles mögliche genannt aber das half nicht wirklich weiter. Wir konnten niemanden Anrufen da auch die Handys im WoMo lagen. Also mal die Nachbarschaft fragen ob jemand die Tür knacken kann, ne Idee hat oder uns sonst wie helfen kann denn langsam wurde es etwas kalt. Es waren so um die 1-2 Grad draußen. Hier zeigt sich das es doch noch die richtigen Camper gibt die auch helfen wenn Not am Mann ist. Unser Stellplatznachbar Franz bot an für uns den ADAC anzurufen, das die uns die Fahrertür öffnen und wir so wieder ins Fahrzeug kommen. Die Idee war super aber die Hotline vom ADAC fand das wohl nicht so spannend bzw. war mit Kaffee trinken beschäftigt. 2 mal wurde kommentarlos aufgelegt, da wir die Mitgliedsnummer nicht am Telefon nennen konnten. Die Karte lag natürlich auch im Auto bei den Handys, den Geldbörsen und dem Schlüssel. Zu guter letzt hat Franz seine Frau sich an die örtliche Polizei gewandt aber die waren nicht zuständig, wollten sich aber mal mit dem ADAC unterhalten. Mittlerweile saßen wir bei Franz im Wohnmobil und wurden mit einer Tasse heißem Tee wieder aufgewärmt. Uta löste sich so langsam in Ihre Bestandteile auf da Sie absolut mit der Situation überfordert war und sowas ganz schlecht verkraftet. Die Polizei hat dann aber schließlich beim ADAC jemanden erreicht der das Problem ernst nahm und hat uns mit der netten Dame verbunden. Eine kurze Abfrage der Personalien inkl. Geburtsdatum und schon war die Sache erledigt. Es wurde eine mobile Einheit der “Gelben Engel” an unseren Standort geschickt und Uta schöpfte Hoffnung das wir in unserem eigenen Bett schlafen konnten.

Nach ca. 60 Minuten kam der nette, hilfsbereite, gut ausgebildete Mitarbeiter vom ADAC. Er machte einen sehr zuversichtlichen Eindruck, der aber bald weichen sollte. Aufgrund des Alkoven ist der Zugang zum Türrahmen etwas eingeschränkt und zu allem Überfluss ist der Renault Master 3 absolut stabil gebaut. Nach einer halben Stunde war der “Gelbe Engel” kurz vorm aufgeben aber sein Ehrgeiz hatte ihn gepackt. Nach nochmal 30 Minuten hat er es dann tatsächlich geschafft mit einem Draht durch den Türrahmen der Fahrertür, die Beifahrertür zu öffnen. Uta löste sich nun gänzlich auf und viel dem guten Mann erst einmal um den Hals das er nicht recht wusste was passiert. Als wir dann endlich wieder im WoMo saßen und den Papierkram machten, gab der Mann vom ADAC uns zu verstehen das er so eine stabile Konstruktion noch nicht erlebt hat und wirklich kurz davor war das Handtuch zu werfen.

Die ganze Aktion hat vom rausgehen zum Rauchen bis zum unterschreiben der ADAC Quittung knapp über 3 Stunden gedauert. Sowas passiert mir nie wieder und ich habe sofort Maßnahmen ergriffen das, falls die Tür nochmal verriegeln sollte, ich trotzdem rein komme. Was genau, verrate ich hier natürlich nicht sonst kommt jeder rein und das ist ja nicht der Sinn der Sache.

Also nehmt entweder jedesmal den Schlüssel mit raus, trefft Vorkehrungen das Ihr trotzdem irgendwie reinkommt oder gebt das Rauchen auf. Wobei man ja nicht nur zum rauchen rausgeht. Ich persönlich möchte nicht noch einmal in dieser Situation sein.

Ein ganz dickes Danke geht an dieser Stelle natürlich an:

  • Franz und seine Frau (aus Weiden) die uns mit Telefon, Tee und einem warmen Plätzchen geholfen haben. Ohne Euch wären wir wahrscheinlich erfroren.
  • und natürlich an unseren “Gelben Engel” Franz-Xaver L. vom ADAC der trotz der soliden Bauweise unseres Fahrzeuges nicht aufgegeben hat. Sollten wir nochmal Hilfe benötigen verlangen wir, das sie Dich schicken.

Das Copyright des Beitragsbildes liegt selbstverständlich beim ADAC

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