Tschechien im Herbst

Reisezeit: 09.11. – 15.11.2018

Diesen Herbst haben wir uns entschlossen eine kleine Tour durch Tschechien zu machen. Wir sind also am Freitag gleich nach der Arbeit aufgebrochen und sind über Österreich direkt nach Krumlov gefahren, wo wir einen Stellplatz unweit der historischen Altstadt und dem Schloss gefunden haben. Am Morgen sind wir dann recht früh auf Besichtigungstour gegangen um nicht wieder von “Selfi-Stick-Touristen” abgestochen zu werden. Krumlov ist eine kleine aber wirklich beeindruckende Stadt und das Schloss nebst dem schönen Park sollte man sich mal angeschaut haben. Leider war eine Besichtigung der Räumlichkeiten zu dieser Jahreszeit nicht mehr möglich.

Nachdem wir Krumlov verlassen hatten, sind wir in Richtung Loket gefahren und haben uns dort nach einem günstigen Stellplatz umgeschaut. Uta hat dann auch einen im Internet gefunden…….. ein sehr spannender Weg mit einem 7mtr. Wohnmobil auf den Platz direkt an der Eger. Hat aber alles funktioniert und so konnten wir ganz allein und entspannt hier übernachten. Im Sommer gerade für Kanuten bestimmt richtig schön: Paddling Camp Loket

Nach einer sehr ruhigen Nacht auf dem Paddling-Camp haben wir am Morgen eine tolle Wanderung durch den angrenzenden Wald gemacht. Unser Ziel waren die Hans-Heiling-Felsen, die der Sage nach einen versteinerten Hochzeitszug darstellen. Dementsprechend sind die einzelnen Felsen auch benannt.

Nach der Wanderung und einem ausgiebigen Frühstück haben wir die Gelegenheit genutzt und sind noch in den Ort gefahren um uns die Burg anzusehen.Burg Loket stammt aus dem 13ten Jahrhundert und ist wirklich interessant. Für nicht einmal 8.- € konnten wir alle Räumlichkeiten anschauen. Neben den wirklich gut erhaltenen Ausstellungsstücken hat mich der Folterkeller fasziniert. Hier werden mittelalterliche Foltermethoden mit Hilfe von Installationen lebensecht nachgestellt. Wir sind froh, das wir diesen Stopp eingelegt haben und können es nur jedem Raten hier mal kurz zu verweilen.

Eigentlich wollten wir in Karlovarsky auf einem Wohnmobilstellplatz direkt am Hallenbad übernachten, aber trotz angegebener ganzjähriger Öffnung gab man uns die Auskunft das der Platz geschlossen sei, so sah er aber auch aus. Nachdem wir noch einen zweiten ganzjährigen Stellplatz angefahren sind der auch geschlossen hatte, haben wir uns entschlossen die paar Kilometer nach Deutschland zu fahren und uns hier in Neualbenreuth für eine Nacht hinzustellen. Sehr schöner Platz am Kurpark mit Brötchenservice, V+E, Strom und Toiletten. Absolut ausreichend für eine Nacht.

Nach unserem kurzen Aufenthalt in Deutschland sind wir wieder Richtung Tschechien gefahren und haben bei der Gelegenheit auch gleich beim Intershop eingekauft. Für den nächsten Tag hatten wir uns wieder eine Wanderung vorgenommen und steuerten somit unsere nächsten Stellplatz an. Das Autocamp in Zelezna Ruda. Ein kleiner aber schöner Platz der zu unserer Zeit ein wenig im Dornröschen-Schlaf lag. In der Sommersaison und während der Skisaison ist hier bedeutend mehr los. Der Betreiber war im Urlaub und so empfing uns ein….. sagen wir mal “Original” der sich uns als Bernado vorstellte und eine Art Ersatzplatzwart für die Nebensaison ist. Wenn Ihr Bernado mal kennen lernt, achtet auf seine vielen Tipps denn er weiß genau was man sich wo am besten anschaut und hat uns tolle Hinweise für unsere Wanderung und mehr gegeben.Leider haben wir uns am Nachmittag nicht mehr gesehen und so sind wir weiter gefahren zum nächsten Ziel unserer kleinen Reise.

Als nächstes haben wir das kleine Dorf Holasovice über dem Budweiser Becken besucht, das im Ganzen zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Sehr schön, sehr klein aber man sollte es mal gesehen haben. Es gibt Restaurants, einen Keramikladen und jede Menge Natur drumrum um Spazieren zu gehen. Die wenigen Dorfbewohner sind sehr nett und grüßen die wenigen Touristen und halten auch gerne mal ein Schwätzchen.

Einen kleinen Steinwurf vom Ortskern entfernt gibt es einen Steinkreis den man ab 2008 erbaut hat. Warum man ihn Stonehenge genannt hat…… keine Ahnung denn er ist künstlich aus Steinen eines Steinbruchs erbaut. Trotzdem ist es irgendwie toll anzuschauen und neben den Steinen sind auch einige Überlebensgroße Schnitzereien auf dem Gelände aufgestellt.

Nun wurde es aber Zeit weiterzuziehen, denn wir wollen heute noch ein weiteres Schloss anschauen. 

Der Tipp, dieses Schloss auf unserer Tour noch anzuschauen kam von Bernado aus Zelezna Ruda. Das Schloss Hlubká (Frauenberg) ist aus vielen Filmen bekannt und wurde bis 1989 noch bewohnt. Wir haben uns natürlich eine Führung gegönnt, die im Herbst allerdings kleiner ausfällt als in der Hauptsaison. So konnten wir den großen Saal, die Gästezimmer, die Küche und den Turm leider nicht ansehen da diese vom 31.10 bis 01.04 für Besucher geschlossen sind. Alles in allem haben wir die knapp 40 minütige Tour aber sehr genossen.Zum Entspannen ging es danach in den Schlossgarten, der sehr gepflegt aber auch sehr weitläufig ist. Wer sich wenig für sowas interessiert, kann dem 2,5 km langen Lehrpfad nehmen und erfährt hier einiges auf den zahlreichen Infotafeln.Nach ca. 3 Stunden hatten wir alles gesehen und auch noch einen Geocache im Park gefunden und somit wurde es langsam Zeit uns auf den Weg zu unserem letzten Schlafplatz vor der endgültigen Heimreise zumachen.

Die letzte Nacht in Freiheit bevor es morgen früh nach Hause geht. Der Stellplatz Hofmühle – Ottensheim liegt hinter einem Gasthof. Für eine Nacht ausreichend zumal auch eine V+E vorhanden ist und wir somit vor der Heimreise unser WoMo komplett entleeren können.

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